snowwhite.

Glück auf!

Sei herzlich willkommen hier! Schau dich ruhig um, aber stolpere nicht über die Zwerge!

Navi

Am Anfang... Buch der Wanderer Briefkasten

Die Maga

Die Unglaubliche TierTee-Party Link

Bücher

John Katzenbach Markus Heitz Misthaufen

TierLieb

Tierische Links

Diverses

Klangwelt Das bewegte Bild


MusicPlaylist

Credits

Disigner

Lili Haydn

Name: Lili Haydn
Geburtstag: 02.12.1969
Geburtsort: Toronto, Kanada

Dikographie (Alben)

Lili (1997)
Light Blue Sun (2003)
Place Between Places (2008)

Im Fokus

Place Between Places

Titel: Place Between Places
Interpret: Lili Haydn
Format: Album
Label: Netwerk Music Group
Preis: ca. 17,98$ ~ 10,73 EUR
Tracks: 13
Länge: 57:27 min
Release: 01.04.2008

Tracklist

1. Memory One
2. Strawberry Street
3. Can't Give Everything
4. Saddest Sunset
5. Place Between Places (feat. Itai Disraeli)
6. I Give Up
7. Satellites
8. The Reverie
9. Children Of Babylon
10. Unfolding Grace
11. The Last Serenade
12. Power Of Five
13. Maggot Brain (feat. daKah Hip Hop Orchestra

"Place Between Places" erhält von mir 5 von 5 Magi & Bonuspunkt "die kleine Hexe"
+

Was meint die Maga?

Stilvoll, anmutig, erfrischend, unbeschwert und eunfallsreich

Das sine nur ein paar Beispiele dafür, wie man die Musik von Lili Haydn beschreiben kann. Sie hat das Talent ihren Songs eine sehr eigene Note zu geben, zum einen durch ihre Stimme, zum anderen durch ihr Violinenspiel, so rufen ihre Songs in der Regel doch sehr unterschiedliche Ansichten in einem hervor. Alle ihre Lieder sind sehr stilvoll, aber ihre Haydns experimentelle Ader, lässt nie zu, dass die Songs durch das Stilvolle zu "engstirnig" und "altmodisch" werden, so dass man sie im gleichen Atemzug auch als erfrischend und einfallsreich empfindet. Zugegeben, viele Musiker versuchen Stilvolles mit Einfallsreichtum zu kombinieren, aber im Gegensatz zum Großteil der Musiker klingt diese Kombination nicht erzwungen, sondern sehr natürlich, schon fast beflügelt.

Was mir persönlich aber am meisten am 25. Dezember 1969 in Toronto geborenen Kanadierin Haydn gefällt ist, dass sie im Gegensatz zu ihrer (blut-)jungen, meist britischen, Konkurenz a la Amy Winehouse (24), Amy McDonal (20), Duffy (24), Katie Melua (23) und Co. mit ihren knapp 39 Jahren in ihren Songs mehr Lebenserfahrung unterbringt, aber dennoch den Charme, die Energie und die Leidenschaft einer Jungen 20-jährigen Frau versprüht. Das finde ich durchaus beachtenswert, zumal man in der heutigen Gesellschaft schon mit knapp 30 zum "alten Eisen" gehört und sich nicht gerade wenige davon unterkriegen lassen oder in einen mehr oder minder krankhaften Jugendwahn verfallen. Lili Haydn scheint allem Anschein nach glücklich mit sich zu seinem, ihrem Aussehen und ihrem Alter, diese Ausgeglichenheit kann man auch ihren Songs sehr genau entnehmen.

Beim ersten Song des Albums "Memory One" könnte man durchaus in Erinnerungen schwelgen, wenn Haydn gefühlvoll über die erste Liebe singt. Aber im Gegensatz zu den meisten Songs über vergangene Lieben, hat dieser Song keinen negativen Beigeschmack, es geht nicht um die Trennung oder Wehmut, vielmehr geht es um das positive der einstigen Liebe, um die schönen Moment und da wohlige Gefühl, das sich selbst nach all den Jahren noch immer im Bauch einstellt, wenn man daran denkt. Nicht nur inhaltlich ist der Song wundervoll, auch die musikalische Umsetzung des Themas ist großartig, es fängt etwas melancholisch an und mündet dann in eine hoffnungserfüllte Rhythmik zu münden.

Song Nr. 2 "Strawberry Street" ist ein Lied das süchtig macht, selbst nach dem hundertsten Mal klingt es noch erfrischend und macht keinerlei Anstalten, einem auf die Nerven zu gehen. Thematisch geht es um das Gefühl des Verliebtseins und Gleichzeit auch darum, dass man selbst danach noch das Gefühl der Liebe im Herzen trägt. Die Musik ist leicht poppig angehaucht und vor allem Haydns überragendes Violinenspiel in diesem Song wird schnell zum Ohrwurm, genau wie ihre Stimme, die bei diesem Song so genial zum Ausdruck kommt.

Mit einem anfangs klassisch Violinenspiel das zu einer kraftvollen schon leicht rockähnlichen

Einlage beginnt Song Nr. 3 "Can't Give Everything". Hier berichtet uns Lili Haydn von einer Liebe, die nicht ganz so perfekt ist, weil der eine den anderen nicht all seine Liebe geben kann, aber man trotzdem an der Hoffnung auf ein Wunder festhält. Eines der wenigen Stücke, bei dem die Violine weniger zum tragen kommt, aber das nimmt dem Stück nichts von seiner Magie und Einfühlsamkeit.

Nach dem mit knapp 6 Minuten relativ langem "Can't Give Everything" kommt das mit 3 Minuten doch eher kurze "Saddest Sunset". Ein sehr ruhiges und langsames Lied, das hauptsächlich von Cello und Piano und Lilis Gesang lebt und von dem Alleinsein handelt und dem was man dann sucht. Ein sehr rührendes Lied.

Das Instrumentale Stück "Place between Places" ist in meinen Augen etwas ganz besonderes. Es ist nicht einfach wie bei anderen Alben eine schlichte Interlude, es ist ein eigenständiger Song. Es ist sehr interessant anzuhören, es ist ein wenig zu vergleichen mit einem Wettkampf zwischen der geschmeidigen Melodie der Violine und dem kraftvollen Rhythmus des Bass. Von diesem Song geht gerade deshalb eine so besondere Magie auf, seil er auf Gesang verzichtet. Er geht unter die Haut und strahlt eine abstrakte Schönheit aus, die kaum zu definieren ist. Ein absolut gelungenes Instrumental-Stück!

Das kraftvolle "I Give Up" thematisiert die Gefühle nach einer Trennung und den Wunsch einfach alles aufzugeben und sich fallen zu lassen und dennoch schwingt ein nicht zu leugnendes Maß an Hoffnung in diesem Lied mit. Hier glänzt vor allem wieder Haydns Kunst an der Violine.

"Satellites" ist ist nicht nur schön anzuhören, es ist auch überaus poetisch und man könnte alleine über die Lyrics stundenlang philosophieren und versuchen es genauer zu deuten. Kurz gesagt geht es hier um die Ungleichheiten und Kuriositäten des Lebens und der Welt, die für die meisten Menschen kaum Sinn ergeben. Haydn wirft hier jedoch weniger Fragen auf, über die man sich den Kopf zerbrechen muss, sie besingt diese Singe einfach in bildhafter Sprache und lässt sie stehen wie sie sind und spricht ihnen so einen gewissen Liebreiz zu. Auch Lilis Stimme klingt hier außergewöhnlich schön und vor allem anders, fast schon ein wenig kindlich, was der Thematik des Songs zu Gute kommt. Ein Kind das fasziniert auf die Welt schaut, die es so wenig versteht und dennoch so sehr liebt.

In "The Reverie" (~Die Träumerei) knüpft sie noch einmal an den vorhergehenden Song "Satelites" an, der mit den Worten "and we are diamonds dancing in the sea and separation is only a reverie" endete. Sie gibt hier zwar keine Antworten auf die Verwirrungen des Lebens, aber das ist auch nicht nötig, denn "The Reverie" ist eine kurze knapp 2minütige Epilog zu "Satellites" der das ganze einfach abrundet und einen zu "Träumereien" verleiten soll.

Ihr Unverständnis für sinnlose Kriege und Gewalt bringt Lili Haydn in dem Lied "Children of Babylon" zum Ausdruck. Hier hat sie sich klugerweise Babylon als bildliche Darstellung genommen, eine einst glorreiche Stadt, die immer wieder erobert und auch zerstört wurde, um immer wieder erbaut wurde und wieder mehr oder weniger glorreich stand. Ein sehr gefühlvolles Lied, dass keine Regierung und keinen bestimmten aktuellen Brennpunkt direkt kritisiert, aber dem Zuhörer doch deutlich macht, dass etwas in der Welt nicht stimmt.

"Unfolding Grace" ist der einzige Song, der eher eine leicht traurige musikalische Umsetzung hat, in der zwar auch Hoffnung mitspielt, aber das traurige hinterfragen des Lebens steht hier doch an erster Stelle.

Zur Abrundung dieses wundervollen Albums folgen drei Instrumentalstücke, "The Last Serenade", "Power of Five" und "Maggot Brain". "The Last Serendade" glänzt durch ein hypnotisierendes Zusammenspiel von Viline, Cello und Piano und führt einen durch einen Art wohlwollendes Traumland. "Power of Five" ist nur zur Hälfte ein Instrumentales Lied. Die fünf in diesem Lied sollen wohl Violine, Harfe, Piano, Cello und Gesang bezeichnen. Wobei Gesang schon fast zu viel gesagt ist, es ist ein bisschen wie Gesangsübungen mit "a" und "m", jedoch großartig gesungen. Dieser Song lässt einem garantiert einen Schauer über den Rücken laufen, da er so majestätisch kling, als ob er nicht von dieser Welt wäre. Den finalen Abschluss bildet "Maggot Brain" in welchem Lilli Haydn zusammen mit dem daKah Hip Hop Orchestra spielt. Es ist eine Mischung aus Klassik und Rock, sehr interessant anzuhören, auch wenn meiner Meinung nach, "Power of Five" der Besser Abschluss für das Album gewesen wäre, da es die sanfte, faszinierende Art des Albums besser unterstreicht.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es das beste Album einer westlichen Künstlerin seit langem ist, das ich nur jedem empfehlen kann der gute Musik zu schätzen weiß.

 

{PLACE_POEWEREDBY}
Gratis bloggen bei
myblog.de